Allard

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Allard – Die britische Bulldogge mit amerikanischem Herzen

Anglo-amerikanische Sportwagen-Legende (1936–1966)

Bevor der AC Cobra zur Legende wurde, gab es Allard. Gründer Sydney Allard hatte eine einfache Formel: Leichter britischer Rahmen + großer amerikanischer V8 = explosives Leistungsgewicht. Das Ergebnis war eine Reihe von Sportwagen, die in den 1940er und 50er Jahren Maßstäbe setzten.


Die Marke in Kürze

| Gründung | 1936 in London |
| Produktionsende | 1966 (Tod von Sydney Allard + Werksbrand) |
| Gesamtstückzahl | Ca. 1.900 Fahrzeuge |
| Hauptmärkte | USA (überwiegend), Großbritannien |


Die wichtigsten Modelle

🔴 J-Serie – Die Rennmaschinen

  • J2 (1949–1954): Das ikonische Modell. De-Dion-Hinterachse, optional Cadillac- oder Chrysler-Hemi-V8. Nur 90 Exemplare.

  • J2X (1951–1954): Verlängertes Chassis für besseres Handling. Nur 83 Exemplare.

  • Rennerfolge: 3. Platz Le Mans 1950 / 1. Platz Monte Carlo Rallye 1952

🔵 K-Serie – Die Straßensportler

  • K1 (1946–1950): Erster Straßen-Allard. 3,6-Liter-Ford-Flathead-V8 (85–95 PS). Aluminiumkarosserie auf Holzrahmen.

  • K2 (1950–1953): 3,9-Liter-Motor (100 PS). Nur 119 Exemplare.

🟡 Palm Beach & GT – Die Spätphase

  • Palm Beach (1952–1960): Leichter Roadster, zunächst mit Ford-Sechszylinder, später mit Jaguar-XK-3,4-Liter (190 PS).

  • Gran Turismo (1957–1960): Letztes Modell der Ära. Coupé mit Jaguar-XK-Motor (210 PS).

     

    Technische Besonderheiten

    | Ballamy-Split-Vorderachse | Geteilte Ford-Starrscherachse – ermöglichte unabhängige Radaufhängung vor ihrer Zeit. |
    | Motorvielfalt | Serienmäßig Ford-Flathead V8. Optional: Cadillac V8, Chrysler Hemi V8, Lincoln V12. |
    | Export in die USA | Viele Allards wurden ohne Motor verschifft und erst in Amerika mit großen V8 bestückt. |


    Das Vermächtnis

    Carroll Shelby fuhr in den 1950ern selbst Allard – eine direkte Inspiration für seinen späteren AC Cobra.

    Die Marke wird heute von Sydney Allards Sohn Alan und Enkel Lloyd weitergeführt. 2020 wurde eine Continuation-Serie des Allard JR angekündigt – mit 5,4-Liter-Cadillac-V8 (300 PS) bei nur 998 kg Trockengewicht.


    Warum Allard?

    | ✔ Exklusivität | Nur 1.900 Fahrzeuge gebaut – viele Modelle existieren in weniger als 100 Exemplaren. |
    | ✔ Rennhistorie | Echte Erfolge in Le Mans und Monte Carlo. |
    | ✔ Anglo-American Spirit | Britisches Handling + amerikanische Power. |
    | ✔ Shelby-Connection | Der Ursprung der Muscle-Car-Idee. |

     

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